500 Jahre  „Thesenanschlag“ und die „Friedensbrücke“

Nachdem Martin Luther eine Instruktionsschrift für Ablasshändler gelesen hatte, schrieb er am 31.10.1517 an seine kirchlichen Vorgesetzten, um gegen den Missstand des Ablasshandels anzugehen. Den Briefen legte er 95 Thesen bei, die als Grundlage für eine Disputation zu diesem Thema gedacht waren. Dass Luther an diesem Tag tatsächlich auch seine Thesen an die Tür der Schloßkirche zu Wittenberg genagelt hat, ist nicht gesichert (siehe Legende vom Thesenanschlag).

Anlässlich dieses Jubiläums und im Gedenken an die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten (Kreuz- und Fahnengefechte) an der heutigen „Umkehr“ in Jahren 1606 und 1607, wurde am 31.10.2017 auf Anregung der beiden Dekane Johannes Heidecker (evangelisch-lutherisch) und Robert Neuner (katholisch) und gemäß Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses vom 10.11.2016 als Zeichen der Ökumene und des Reformationsjubiläums die bei der „Umkehr“ gelegene untere Wörnitzbrücke  feierlich als Friedensbrücke benannt.
Dies geschah im Rahmen eines Festaktes mit einem Friedensgebet in der evangelischen Christuskirche, Festzug mit Fahnen und Musik zum katholischen Liebfrauenmünster, dortige Andacht, Festzug mit Fahnen und Musik durch die Stadt bis zur künftigen Friedensbrücke.
Nach der Namensgebung wurde auf Anregung der Aktion Anker e.V. eine Friedenslinde am Donauspitz gepflanzt.

 

siehe dazu:

Filmbeitrag

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