Am 01.08.2018 berichtete ich bereits einmal (Verkehrsprojekt: B-16-Anschlusstelle „Airbus-Helicopters“) über die Planungen des Staatlichen Straßenbauamtes (StBA) bezüglich des B16-Ansschlussstelle „Airbus“ und zeigte mögliche Alternativen auf. Damals wurden seitens des StBA die von mit vorgeschlagenen Alternativen aufgrund der Situation an der derzeitigen Donaubrücke noch als technisch schwierig bzw. zu teuer eingestuft.

Nun wurde am 18.03.2019 in einer Sitzung des Donauwörther Bau-, Planungs- und Umweltausschusses (BPU) eine überarbeitete Planung vorgestellt, bei der Geld oder Flächenverbrauch nun scheinbar überhaupt keine Rolle mehr spielt. Basis für die vorgestellte Planung ist die Annahme, dass der Kfz-Verkehr zumindest in diesem Bereich weiter zunehmen wird und zwar von heute ca. 20000 Kfz/d auf 28000 Kfz/d in 2025 (lt. Aussage Vertreter StBaA). Eine Verkehrs- bzw. Mobilitätswende ist gemäß dieser Planung nicht vorgesehen und daher auch nicht berücksichtigt.

Nach Vorstellung der Planer soll es eine zweite Donaubrücke direkt neben der jetzigen geben und die B-16 auf einem größeren Teilstück vierspurig werden.
(Hinweis: Diese Planung des Straßenbauamtes ist (noch) nicht im aktuellen Bundesverkehrswegeplan enthalten)

Am 18.03. 2019 vorgestellter Vorschlag des Straßenbauamtes

Eine derartige Planung kann ich für meinen Teil nicht gut heißen. Übergeordnete Gemeinwohlinteressen wie „Flächensparen“ und Klimaschutz und die u.a. auch deshalb anzustrebende „Verkehrswende“ werden bei dieser Planung völlig ignoriert.

Zielführender wäre eine maßvolle Herangehensweise. Bei „Problemzonen“, wie z.B. bei der B16-Auffahrt „Airbus“, sollte lediglich eine möglichst flächensparende Lösung gewählt werden.

Alternativvorschlag mit deutlich reduziertem Flächenverbrauch
– ohne vierspuriges Teilstück und ohne zusätzlichen Kreisverkehr
  (eingezeichnete „Aufwertung“ der Abfahrt Auchsesheim derzeit nicht erforderlich)

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siehe auch den Beitrag vom 01.08.2018: Verkehrsprojekt: B-16-Anschlusstelle „Airbus-Helicopters“