Bereits 1874 eröffnete Ludwig Auer in Neuburg/Donau eine Buchdruckerei, eine Verlagshandlung und ein Antiquariat. 1886 erfolgte der Umzug nach Donauwörth. Am 30. Mai 1910 gründete Ludwig Auer gemeinsam mit seiner Frau die Pädagogische Stiftung Cassianeum. In sie brachte er sein gesamtes Vermögen, insbesondere die Wirtschaftsbetriebe, ein. Die wirtschaftlichen Bereiche Verlag, Setzerei, Druckerei, Buchbinderei und Buchhandlung wurden 1985, 1993 und 1996 gesellschaftsrechtlich in Einzelunternehmen aufgeteilt.

Ende 2013 wurden diese Wirtschaftsbetriebe der Pädagogischen Stiftung Cassianeum endgültig aufgegeben. Stiftung und auch die Stadt Donauwörth sehen in der Schließung der Wirtschaftsbetriebe die Chance, das Gelände städtebaulich grundlegend neu zu gestalten. Es wurden Pläne entwickelt, wie das Gelände neu strukturiert und genutzt werden soll.
Neben einer schonenden Revitalisierung des Betriebsgebäudes mit Büros und Wohnungen wird u.a. eine bessere Anbindung an die Reichsstraße mit einer Erschließung des Areals von Osten und Süden ebenso angestrebt, wie eine großzügige Neugestaltung der Freiflächen (u.a. als öffentliche Grünflächen).

Da bekanntlich die finanzielle Lage der Stiftung nicht allzu rosig ist,muß/soll die Stadt Donauwörth auch im eigenen Interesse die Stiftung unterstützen.

MaßnahmeGesamtkostenAnteil
Pädagogische Stiftung
Anteil
Stadt Donauwörth
Anteile
Stadt Donauwörth +
Regierung von Schwaben
 
Abriss1.374.048 € 837.048€ 161.000 € 537.000 €
Realisierungswettbewerb 129.000 € 0 € 38.700 € 129.000 €Wettbewerb Auer-Garten
Realisierung1.863.000 € 63.000 €540.000 €1.800.000 €Planung Rehwald Landschaftsarchitekten

Gemäß dieser Austellung wird den Steuerzahler somit die „öffentliche Grünanlage auf Privatgrund“ insgesamt ca. 2,5 Mio. € kosten. Um den Bestand der Öffentlichen Grünanlage Auer-Garten zu gewährleisten, wird dieser „auf 25 Jahre dinglich gesichert“.

 

In den 2,5 Mio. enthalten sind 1,8 Mio € für die Umsetzung der Planung. Der darin enthaltene Anteil der Stadt Donauwörth (540.000 €) übertrifft den Anteil des Eigentümers (63.000 €) deutlich. Dieser Umstand, in Zusammenhang mit der „Dinglichen Sicherung auf (lediglich) 25 Jahre“ bewogen mich,  diese Förderung  abzulehnen (Stellungnahme in Sitzung vom 2.6.2016).