Donauwörth braucht bzw. will keinen Landschaftspflegeverband – so sehen es zumindest der Donauwörther Oberbürgermeister Armin Neudert (CSU) und die Vertreter von CSU (Franz Ost, Armin Eisenwinter, Barbara Kandler, Jonathan Schädle), EBD (Manfred Hofer) und AL/JB (Peter Alt) am 11.07.2016 im Donauwörther Haupt- und Finanzausschuss und lehnten mit ihrer Mehrheit einen Beitritt zu dem am folgenden Tag gegründeten „Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V.“ gegen die Stimmen von SPD, PWG/FW und Grüne ab (Abstimmungsergebnis 7:6).

Ein besonderes „Gschmäckle“ dabei: Die entscheidende 7. Gegenstimme von OB Neudert kam beim Gleichstand von 6:6.  Im Kreistag hatte OB Neudert noch für die Gründung dieses Landschaftspflegeverbandes gestimmt.

Als Referent für Naturschutz- und Landschaftspflege durfte ich im Ausschuss Stellung zu diesem Thema nehmen. Allerdings war meine Argumentation pro Landschaftspflegeverband  scheinbar nicht wirklich von Interesse, da sie von der Sitzungsleitung mit „Kommen Sie bitte zum Ende!“ unterbrochen wurde.

Immerhin:

  • Mehr als die Hälfte der Kommunen des Landkreises Donau-Ries werden von Beginn an im Landschaftspflegeverband dabei sein, darunter die Städte Nördlingen, Monheim, Wemding und Harburg.
  • Unter den Gründungsmitgliedern sind u.a. auch Landwirte und Naturschützer aus Donauwörth … und auch zwei Donauwörther Stadträte.
  • Auch der mit über 3000 Mitgliedern größte Verein Donauwörths, die Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins, ist Gründungsmitglied beim Landschaftspflegeverband Donau-Ries e.V. , und möchte auch auf diese Weise ihre satzungsgemäßen Vereinszwecke Heimatpflege und Naturschutz  fördern (Anmerkung: der DAV ist seit 1984 in Bayern und seit 2005 auf Bundesebene anerkannter Naturschutzverband)
  • In der 9-köpfigen Vorstandschaft sind für Landwirtschaft und Naturschutz jeweils 1 Vertreter aus dem Bereich Donauwörth.

     

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