1779 veröffentlichte der gebürtige Wallersteiner Joseph von Sartori, ein bekannter Historiker, Publizist, Schriftsteller und Bibliothekar, das Werk

Geschichte der Stadt Donauwörth : aus Reichs- und Craißhandlungen, dann tüchtigen Urkunden, verfaßt

 

Über den Autor Joseph von Sartori (1740-1812):

Auszug aus:  Biographische Nachrichten von den jetztlebenden Rechts-Gelehrten in Teutschland, Band 2 (1783), S. 241 ff.

„… Edler von Sartori (Joseph) … Der gegenwärtige Herr von Sartori ward 1749 zu Wallerstein gebohren, stdirte zu Freyburg, Dillingen und Ingolstadt, brachte die Zwischenzeit in Wien, und vorzüglich in Regenspurg mir der Comitialpraxi bey verschiedenen Canleyen zu, und desentirte 1770 zu Ingolstadt eine Abhandlung aus dem Staatsrecht. Im Jahr 1771 kam er in Gräflich-Wallerstenische, und im Jahr 1772 als Regierungsrath in Fürstlich-Ellwangische Dienste, und wurde zur Besorgung des Hofkammerfiscalars angestellt. Im Jahr 1775 erhielt er daselbst das Amt eines Criminal-Inquisitors. In den Jahren 1779 und 1780 sollicitirete er die Angelegenheiten des Hofstifts Ellwangen so wohl, als mit Erlaubnis des Hofs privatgeschäfte beym Reichshofrath, und erhielt wegen der geschriebenen Anpreisung der Kays.Königl. Asylverordnung, und noch einer andern Deduction von der allerhöchst seligen Kayserin Maj. eine goldene Dose und Medaille.

Seine bisher edirte Schriften sind folgende…“

 

Beitrag aus: Handbuch der Bayerischen Geschichte, Dritter Band, Zweiter Teilband, Geschichte Schwabens  bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts, neu herausgegeben von Andreas Kraus, S. 631:

„… Berühmt war auch Joseph von Sartori  aus Wallerstein, seit 1788 k. k. Wirkl. Rat zu Wien, der die Fudaer Preisfrage über „Die Mängel der Regierungsverfassung der geistlichen Wahlstaaten, und von den Mitteln solchen abzuhelfen“ (1787) in Konkurrenz mit dem bekannten Staatsrechtler Friedrich Karl von Moser erfolgreich beantwortete und durch sein „Geistliches und Weltliches Staatsrecht der deutschen catholisch-geistlichen Erz-, Hoch- und Ritter-Stifter“ (1788/91) Außerordentliches für die Kenntnis des geistlichen Staatsrechts in Deutschland leistete.

Seine Preisschrift hatte er noch als Hofrat des kleinen Fürstentums Oettingen-Wallerstein verfaßt, ebenso eine Geschichte der Stadt Donauwörth (1779) und eine „Staatsgeschichte der Markschaft Burgau“ (1788). Er starb als Bibliothekar der Theresianischen Ritter-Akademie zu Wien. …“