Mit großem planerischen und finanziellem Aufwand wird derzeit der Bereich „Alter Donauhafen“ überplant und neu gestaltet. Die angedachte Verbindung von „Donaupromenade“ an die „Wörnitzpromenade“ soll aus finanziellen Gründen bedauerlicherweise vorerst nicht umgesetzt werden. Diese (fehlende) Verbindung ist allerdings der wichtigste und attraktivste Zugang zum Bereich „Alter Donauhafen“. Die Zugänge von der Zirgesheimer Straße und von „Junge Donau“ sind im Vergleich dazu nur von untergeordneter Bedeutung. Ohne richtige Anbindung an die Innenstadt ist die derzeitige Planung daher praktisch nur eine „attraktive Insel“ ohne entsprechende Anbindung.

Natürlich darf bei der Planung auch die Kostenseite nicht außer Acht gelassen werden. Wenn möglich sollte daher Umsetzung der Verbindung ohne weitere Belastung des aktuellen Haushaltes angestrebt werden. Nach heutigem Stand der Planung erfolgt die Gestaltung „Alter Donauhafen“ sehr wertig mit u.a. kostenintensiven aber nicht unbedingt (sofort) erforderlichen Einzelbausteinen. Zur Gegenfinanzierung der gewünschten Verbindung könnte ich mir die Reduzierung oder Zurückstellung ein oder anderer „Details“ bei der Gestaltung gut vorstellen.

In der 26. Sitzung des Bau- Planungs- und Umweltausschusses vom 15.09.2015 wurde die Planung in den Bereichen Beleuchtung und Geländer „abgespeckt“, eine Entscheidung über die Realisierung der Anbindung wie beantragt wurde leider noch nicht getroffen.

» Antrag Verbindung Donauhafen - Rieder Tor, 19. April 2015

 

Nachtrag vom 25.5.2016

In der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vom 2.5.2016 wurde das Thema behandelt. Um Vorfeld dazu wurde am 21.04.2016 in einem Gespräch von Mitgliedern der BI Donaupromenade mit Oberbürgermeister Neudert, den Herren Wannick und Volk vom Stadtbauamt, sowie Herrn Löffler vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth das mögliche Einsparpotential diskutiert.

Laut Sitzungsvorlage kam man dabei durch Abspecken und dem Sich-Einbringen der Bürgerinitiative auf Einsparmöglichkeiten bei Sitzstufen/Hangstufen (47.600 €), Bepflanzung (1520 €), Entwicklungspflege (52.000 €), Papierkörbe (2380 €), Treppenanlagen (11.900 €) und Bänke (28440 €) auf insgesamt 143.840 € brutto. Der Kostenanteil der Stadt Donauwörth würde davon 55% (79.100 €) betragen.

Die vorgeschlagenen Einsparmöglichkeiten würden alle durch das Gremium einstimmig beschlossen.

Bezüglich der vorgeschlagenen Weiterführung des Weges hieß es in der Sitzungsvorlage: „Für die Weiterführung des Weges von oberhalb der Donaubrücke bis zum Fischerplatz bzw. zum Anschluss unterhalb der Brücke an der Umkehr wurde in einer Grobkostenschätzung von Prof. Aufmkolk, vorgestellt in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 21.07.2008, in Zusammenhang mit der Bewerbung zur Landesgartenschau im Jahr 2005 und der weiter ausgearbeiteten Planung für die „Erlebniswege Donauwörth“ 350.000,00 € geschätzt. Das Einsparpotenzial ist zu gering, um diesen Bauabschnitt damit ausführen zu können, es wurde jedoch vereinbart, dass möglichst rasch mit der Planung für diesen 2. Bauabschnitt begonnen werden soll.“

In Hinblick auf diese Angabe zu den zu erwartenden Kosten wies ich am  30.04.2016 schriftlich Verwaltung und Räte darauf hin, dass in der zitierten Planung nicht die genannten 350.000 € veranschlagt wurden, sondern für ein wesentlich größeres Wegstück (das das fehlende Stück beinhaltet) 205.000 € brutto (lt. Planung 171.950 € netto). Auf diese Diskrepanz wurde in der Sitzung nicht näher eingegangen. Es wurde lediglich auf Kostensteigerungen hingewiesen.

Der Beschluss gemäß Niederschrift: „Für die Weiterführung des Weges von oberhalb der Donaubrücke bis zum Fischerplatz bzw. zum Anschluss unterhalb der Brücke an der Umkehr soll zur Planung in Auftrag gegeben werden, um sie zu gegebener Zeit umsetzen zu können.
Damit ist der Antrag von Stadtrat Dinger vom 19.04.2015 erledigt.“

Auszug aus der Niederschrift der öffentlichen Sitzung vom 2.5.2016