Schon seit geraumer Zeit versuchen die Stadt Donauwörth und der Landkreis Donau-Ries die Situation mit den Schulbushaltestellen im Bereich des Gymnasiums zu verbessern. In diesem Zusammenhang wurde 2011 ein Ingenieurbüro beauftragt, am 1. März 2012 wurde im Stadtplanungsausschuss der Stadt Donauwörth das Ergebnis mit verschiedenen Varianten vorgestellt.

» Gymnasium Donauwörth - Neuordung der Bushaltestellen, 01. März 2012

 

Schnell wurde bekannt, dass auf Basis der Variante 3a weitergeplant werden soll. Besser wäre meiner Ansicht nach eine Weiterentwicklung der Variante 4, was ich in einer Stellungnahme (zu diesem Zeitpunkt „nur als einfacher Bürger“) gegenüber der Stadt Donauwörth auch bekannt machte. Auch die Ortsgruppe Donauwörth des Bund Naturschutzes gab zu den Planungen eine Stellungnahme ab. Auch hier wurde der Variante 4 der Vorzug gegeben.

» Antrag Buskonzept Gymnasium, 13. Januar 2013

 

Am 22.09.2014 wurde im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss durch das beauftragte Ingenieurbüro ein Entwurfskonzept zu Variante 3a vorgestellt. Demnach würden bei Umsetzung lt. Planung 691.000 € an Gesamtkosten anfallen. Die Maßnahme wäre förderfähig.

Wie sich in der Diskussion (dank des Sachverstandes des Stadtrates Peter Alt) herausstellte, hatte die vorgestellte Planung hinsichtlich des Busverkehrs gravierende Mängel, so dass die Planung noch einmal überarbeitet werden muß.

Die von Bund Naturschutz OG Donauwörth und mir favorisierte Variante 4 dürfte jedenfalls auf eine Realisierung kaum mehr Aussichten haben, da auf dem dafür nötigen Gelände zwischenzeitlich der Lehrerparkplatz neu gestaltet wurde.

Eine Umgestaltung der Bushaltestellen auf Basis der Variante 3a würde nach jetzigem Stand in erster Linie bringen:

  • eine (leichte) Verbesserung für den Kfz-Verkehr zur Stoßzeit vor 8 Uhr morgens (vor Schulbeginn)
  • eine (leichte) Verschlechterung für den Kfz-Verkehr außerhalb dieser Zeit durch die, die Haltestelle stadtauswärts anfahrende, Busse (fahrbahnkreuzend)
  • eine Verschlechterung für Radfahrer (steigende Gefährdung)
  • Wegfall einer mehr oder weniger großen Anzahl von Bäumen mit all seinen Folgen
  • hohe Kosten

Hinsichtlich Sicherheit/Gefährdung der „Schulbuskinder“ wären durch die neue Situation keine positiven/negativen Folgen zu erwarten.

Ich halte daher eine Umgestaltung nach derzeitiger Planung nicht für sinnvoll!

Sinnvoller wäre es meines Erachtens die vorhandenen Bushaltestellen zu optimieren, ebenso die Verhältnisse für Radfahrer. Prinzipiell sollten innerhalb eines Verkehrsgesamtkonzeptes vor allem die Bedingungen für ÖPNV, Radfahrer und Fußgänger verbessert werden (siehe Antrag Integrierte Verkehrsplanung) und in der Folge so der motorisierte Individualverkehr (MIV) reduziert werden.